Sommermärchen Reloaded.
Ein mc²66 als Schaltzentrale beim EM Studio des ZDF mit Public Viewing in Bregenz.
Zu den schönsten Erinnerungen an die Fußball-WM 2006 in Deutschland zählen die Menschenmassen, die sich voller Euphorie beim Public Viewing versammelt haben. Quer durch alle Nationalitäten feierten hier die zahllosen Fans, die keine Eintrittskarten für die Stadien zugelost bekommen hatten, leidenschaftliche und dennoch friedliche Fußballfeste. Bereits 2006 hatte das ZDF für seine Live-Sendungen ein großes Publikum und die Spiele auf Großbildleinwand, um die Fans hautnah an das Geschehen zu bringen. Für die EURO 2008 wird nun die nächste Stufe gezündet: Vor der spektakulären Kulisse der Bregenzer Seebühne mit dem riesigen Tosca-Auge werden die Spiele von Johannes B. Kerner, Jürgen Klopp und Urs Meier anmoderiert und analysiert. Auf zwei LED-Leinwänden können die Spiele von Tausenden Fans verfolgt werden.
Seit dem vergangenen Jahr setzt das ZDF für solche Projekte auf eine Containerlösung – das Containerdorf besteht aus vier Containern, die mit Bildregie, Tonregie, Schalt- und Editingraum einen kompletten Studioregiekomplex ergeben. Dabei liegen die Vorteile dieser Lösung auf der Hand: Jede Zugmaschine kann die Container transportieren und ohne die feste Zugmaschine spart der Aufbau Platz, insbesondere dann, wenn zwei Container übereinander angeordnet werden.
Da ein Ü-Wagen mit analoger Technologie den Ansprüchen einer modernen Regie nicht mehr gerecht werden konnte, hat das ZDF für die Tonregie ein digitales Tonmischpult angeschafft. Die Wahl fiel auf ein mc²66 von Lawo, ein ausgewachsenes Broadcastpult mit kompakten Maßen – ideal für den mobilen Einsatz. Das Pult verfügt über 48 Fader, 196 DSP-Kanäle und einen Router mit einer Kapazität von 3.072 mal 3.072 Monokanälen. Positiver Nebeneffekt: Da bereits viele Ü-Wagen mit mc²66-Pulten ausgestattet sind, kennen die Toningenieure bereits das Pult und seine Bedienphilosophie. Rückblickend lobt das ZDF die zügige, reibungslose Abwicklung des Projekts und die gute Zusammenarbeit mit Lawo. Auch der Service und die Fernwartung würden einwandfrei funktionieren.
Bei den Live-Sendungen des ZDF wird die Show auf der Bühne von einem zusätzlichen Ü-Wagen abgemischt und an den Toncontainer gegeben, der auch die internationalen Signale aus allen Stadien sammelt. Mit einem mc²66 wird dort die Sendesumme gemischt, die über den Schaltraumcontainer nach Mainz geht. Außerdem kann der Toncontainer im Falle eines Ausfalls des Ü-Wagens als Ersatzregie auch die Show produzieren. Der Toncontainer ist gewissermaßen die Zentrale für das gesamte Studio für alle Stadien.

